Fenster putzen: Mit diesen Tipps & Tricks kein Problem


Fenster sind toll und bereichern jeden Raum. Sie sorgen für Helligkeit und schaffen Abwechslung. Leider sind die Fenster direkt den Wettereinflüssen und anderen Gefahren ausgesetzt. Durch Regen, Wind, Schnee, Smog, Staub und Vogelkot werden die Fenster dreckig und sehen bald nicht mehr ansprechend aus. Erkennen Sie durch Ihre Fenster nur noch ein schemenhaftes und trübes Bild, dann sollten Sie umgehend handeln. Sie müssen Ihre Fenster in regelmäßigen Abständen putzen, doch dies hört sich einfacher an, als es ist.

Fenster putzen – aber richtig!

Wenn Sie die richtigen Hausmittel verwenden und ein paar wichtige Tipps und Tricks beachten, dann werden Sie für Ihre Mühe auch belohnt werden und können sich an sauberen und glänzenden Fensterscheiben erfreuen. Verwenden Sie beim Fensterputzen so wenig wie möglich Seife, denn durch sie entstehen Streifen auf den Fensterscheiben. Benutzen Sie auf keinen Fall Tücher, die mit einem Weichspüler gespült wurden, denn sonst sind Streifen ebenfalls vorprogrammiert. Das gründliche Trockenpolieren der Fensterscheiben ist das A und O. Trocknet der Wasserfilm stattdessen von alleine auf den Scheiben, dann entstehen die unschönen Schlieren.

Mit unseren Tipps & Tricks gehören solch schmutzige Fenster der Vergangenheit an. Foto: dave gostisha – freeimages.com

Dies sollten Sie vor dem Fenster putzen beachten

Nicht jede Art von Wetter ist zum Fensterputzen geeignet. Leider werden die Fenster zu jeder Jahreszeit schmutzig und müssen dennoch geputzt werden. Unabhängig von der Jahreszeit sollten Sie bei direkter Sonneneinstrahlung auf das Fensterputzen verzichten. Durch die heiße Sonne werden die Scheiben zu schnell getrocknet und dadurch entstehen die hässlichen Schlieren. Möchten Sie Ihre Fenster in der warmen Sommerzeit putzen, dann müssen Sie zusätzlich auf die Temperatur achten. Putzen Sie lieber früh am Tag Ihre Fenster, denn so verhindern Sie, dass das Wasser durch die warme Luft auf den Fensterscheiben verdunstet und sich dadurch Streifen bilden können. In der kalten Winterzeit gibt es die Gefahr, dass Ihr Reinigungswasser vom Fensterputzen an den Glasscheiben oder auch an den Fensterrahmen festfriert. Aus diesem Grund sollten Sie bei minus Temperaturen zusätzlich zu dem herkömmlichen Scheibenreiniger ein Frostschutzmittel in das Reinigungswasser geben.

So putzen Sie Ihre Fenster streifenfrei

Mikrofasertücher* eignen sich hervorragend zum Fenster putzen.

Groben Dreck, wie zum Beispiel Spinnweben, Staub und Pollen können Sie bereits vor dem Fenster putzen mit einem weichen Besen von Ihren Fenstern fegen. Den hartnäckigen Fliegen- und Vogelmist entfernen Sie am schnellsten mit einem Küchenschaber. Verzichten Sie beim Fensterputzen unbedingt auf die Küchenschwämme. Diese haben eine raue Seite und durch diese können Sie Ihre Scheiben frei kratzen. Das Gleiche gilt logischerweise auch für Metallschwämme. Für die Grundreinigung Ihrer Fenster benötigen Sie nur einen Eimer mit lauwarmem Wasser, einen weichen Schwamm und einem kleinen Spritzerspielmittel. Viele professionelle Gebäudereiniger reinigen große Fenster nicht mit einem normalen Schwamm, sondern verwenden stattdessen einen sogenannten Einwascher.

Geben Sie einen Schuss Essig in das Wasser, dies hilft zum einen gegen die Kalkflecken und zum anderen verhindern Sie dadurch Schieren. Bei hartnäckigerem Schmutz empfiehlt sich Glasreiniger. Spiritus hat sich ebenfalls als Hausmittel bewährt, es riecht allerdings unangenehm und dadurch trocknet Ihre Haut stark aus. Verwenden Sie am besten einen Abzieher, denn mit diesen bekommen Sie Ihre Fenster schnell wieder trocken. Wasser, welches sich am Fensterrahmen sammelt, wischen Sie einfach mit einem trockenen Tuch auf. Für das Nachpolieren eignet sich entweder ein Fensterleder oder ein trockenes Microfasertuch.

Welche guten Haushaltsmittel gibt es?

Im Handel gibt es viele Hilfsmittel, die das Fensterputzen erleichtern. Neben den technischen Hilfsmitteln können Sie eine große Auswahl an Reiniger und Chemikalien erwerben. Preiswerte Alternativen haben Sie in der Regel bereits zu Hause, Sie müssen nur wissen welche Sie zum Fensterputzen verwenden können.

Spülmittel, Essig, Zitronensaft und Glasabzieher

Einfach einen Schuss Essig oder einen Tropfen Spülmittel in das Wasser geben und schon können Sie mit dem Fensterputzen beginnen. Befreien Sie Ihre Fenster mit einem einfachen Lappen von Schmutz und polieren Sie diese anschließend mit einem fusselfreien Tuch. Anstelle von Essig können Sie auf Zitronensaft verwenden. Ein Glassabzieher* leistet Ihnen gute Dienste und mit diesem bekommen Sie Ihre Scheiben zu 100 Prozent trocken. Bei der Wahl des Glasabziehers sollten Sie unbedingt auf eine hohe Qualität achten. Die günstigen Modelle liegen mit ihrer Gummilippe nicht immer komplett auf den Fensterscheiben auf und dadurch hinterlassen sie unschöne Streifen.

Damenstrumpfhose, Zeitungspapier und Mikrofasertücher

Haben Sie stark verschmutzte Scheiben, dann können Sie eine ausrangierte Damenstrumpfhose als Hilfe nehmen. Durch das feine Gewebe der Strumpfhose werden auch die kleinsten Schmutzpartikel effektiv von der Fensterscheibe aufgenommen. Bereits früher war Zeitungspapier ein bewährtes Mittel, um die Fensterscheiben glasklar zu bekommen. Das Zeitungspapier wird ins Wasser getaucht, danach etwas ausgewrungen und dann zum Putzen verwendet. Nach dem Putzen können Sie Ihre Fensterscheiben mit einem trockenen Zeitungspapier polieren. Unter Umständen kann bei einem Zeitungspapier die Druckerschwärze auf die Scheiben oder auf Ihrer Fensterrahmen abfärben. Viele Hausfrauen verwenden zum Fensterputzen ein einfaches Mikrofasertuch. Im Handel gibt es spezielle Mikrofasertücher für Glas – z.B. günstig bei Amazon.de. Sie benötigen keinen zusätzlichen Reiniger, sondern ausschließlich lauwarmes Wasser aus der Leitung. Nach dem Putzen polieren Sie Ihre Scheiben einfach mit einem fusselfreien Baumwolltuch.

Salmiakgeist und Fensterleder

Ein stark verschmutztes Fenster bekommen Sie mit Salmiakgeist wieder sauber. Das beliebte Reinigungsmittel bekommen Sie vor Ort in jedem Baumarkt. Viele erfahrene Hausfrauen verwenden zum streifenfreien Fensterputzen Fensterleder*. Achten Sie bei der Auswahl des Fensterleders auf ein möglichst weiches Material. Das Fensterleder müssen Sie richtig pflegen und es nach jedem Gebrauch mit Salzwasser spülen, danach schwach auswringen und anschließend trocknen lassen. Wenn Sie die Fensterleder in einem verschlossenen Glas aufbewahren, dann sind diese beim Gebrauch stets wieder weich.

Brennnessel

Haben Sie einen Garten mit viel Unkraut und dreckige Fenster, dann können Sie Ihre Gartenarbeit mit dem Fenster putzen kombinieren. Zu diesem Zweck suchen Sie in Ihrem Garten oder in der Nachbarschaft nach ein paar Brennnesseln. Geben Sie diese in einen Eimer und gießen Sie heißes aber nicht kochendes Wasser auf die Brennnesseln. Lassen Sie das Wasser rund 2 Minuten lang einwirken. Anschließend können Sie mit dem Wasser Ihre Fensterscheiben putzen. Dies mag auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich aussehen, doch es ist sehr effektiv. Dank der Brennnesseln bekommen Sie sogar sehr
hartnäckigen Pollendreck von Ihren Fensterscheiben. Tragen Sie beim Fensterputzen auf jeden Fall Handschuhe.

Auf die richtige Technik kommt es an

Haben Sie das Putzmittel mithilfe von einem Schwamm auf die Scheibe aufgetragen, dann arbeiten Sie in einer kreisförmigen Bewegung erst von oben und danach unten und anschließend erst von innen und danach außen. Im Anschluss daran verwenden Sie einen Abzieher und entfernen mit diesem waagerecht und wenn möglicht mit einem Zug pro Bahn alles Wasser von Ihrer Scheibe. Am Ende der Bahn wischen Sie die feuchte Gummilippe einfach mit einem fusselfreien Tuch wieder trocken. Welches Hilfsmittel Sie zum Wegpolieren der übrig gebliebenen Streifen verwenden, das bleibt Geschmackssache.

Wann und wie oft sollten Sie Ihre Fenster putzen?

Wie oft Sie Ihre Fenster putzen müssen, hängt ganz einfach gesagt davon ab, wie schnell Ihre Fenster schmutzig werden. Im Frühjahr und im Sommer sorgen der Blütenstaub und die Pollen stets dafür, dass Ihre Fenster sehr schnell verschmutzen. Möchten Sie die Fenster im Rahmen Ihres Frühjahrsputzes säubern, dann sollten Sie am besten abwarten, bis der erste Pollenflug vorbei ist. Besonders häufig müssen Sie Ihre Fenster putzen, wenn Sie an einer Hauptstraße mit viel Verkehr leben. Durch die Abgase und den Staub werden Ihre Scheiben sehr schnell dreckig. In der Regel sollte es ausreichen, wenn Sie Ihre Fensterscheiben 2 bis 3 mal jährlich gründlich reinigen.

Haben Sie Kinder, die Ihre Scheiben mit ihren fettigen Fingern verschmutzen, dann müssen Sie Ihre Fenster häufiger putzen. Streng genommen gibt es keinen falschen Zeitpunkt zum Fensterputzen. Dennoch kann das Wetter die Effektivität des Fensterputzens beeinträchtigen. An einem sehr kalten Tag gefrieren die Wassertropfen an den Scheiben. Beim Auftauen hinterlassen sie dann unschöne Wasserflecken. An einem sonnigen und warmen Tag trocknet Ihr Putzwasser meist bereits weg, bevor Sie überhaupt zum Nachwischen kommen. Dies endet in den meisten Fällen mit einer Fensterscheibe voller Flecken. Aus diesen Gründen empfehlen professionelle Fensterputzer, nicht an einem sonnigen Tag zu putzen. Warten Sie am besten auf einen von der Temperatur her angenehmen und trockenen Tag und legen Sie dann mit dem Putzen los,

Tipps und Tricks zum Fenster putzen zusammengefasst

  • Möchten Sie zum Putzen Ihrer Fenster kein Spülmittel und keinen Glasreiniger verwenden, dann können Sie Ihre Scheiben alternativ auch mit Essig, Spiritus oder mit Essigessenz putzen. Damit das Wasser im Winter nicht auf den Fensterscheiben einfriert, können Sie statt Frostschutzmittel auch reinen Alkohol verwenden. Schwarzer Tee ist ein bewährtes Hausmittel zum Fensterputzen. Der Tee muss als Erstes abkühlen bis er lauwarm ist und danach wird er statt Spülmittelwasser zum Fensterputzen verwendet.
  • Möchten Sie Ihre Fenster ohne Chemie reinigen, dann können Sie zum Fensterputzen ihren Dampfreiniger verwenden. Bei geringen Temperaturen wärmen Sie Ihre Fenster vor der Reinigung mit der Dampfdüse in einem Abstand von ca. 15 cm leicht an. Sind Ihre Fenster sehr stark verschmutzt und lassen sich diese Verschmutzungen mit einer Kombination aus Wasser und Glasreiniger nicht lösen, dann können Sie den Schmutz auch vorsichtig mit einem Schaber für das Ceranfeld entfernen.
  • Verwenden Sie zum Putzen Ihrer Fenster immer ein neues und gewaschenes Mikrofasertuch*. Handelt es sich stattdessen um ein gewaschenes Tuch, dann können dadurch Fusseln auf Ihren Scheiben zurückbleiben. Anstatt einem Fenster Leder oder einem Mikrofasertuch können Sie auch eine alte Zeitung zum Polieren Ihrer Fenster verwenden. Anstatt der normalen Fensterreinigung von Hand können Sie auch stattdessen einen modernen Fenstersauger zur Hilfe nehmen.

Funktionsweise von einem Fenstersauger

Fenstersauger von Kärcher – WV 50 Plus

Ganz einfach betrachtet funktioniert ein Akku-Fenstersauger wie ein normaler Staubsauger. Im Handel haben Sie die Wahl zwischen 2 unterschiedlichen Bauarten: Einfache Modelle als Ersatz für den handelsüblichen Abzieher und komplexere Modelle, die Putzmittel auf die Fenster auftragen und diese dann entfernen. Entscheiden Sie sich für das erste Modell, dann müssen Sie noch Vorarbeit leisten und die Fenster mit einer Reinigungsflüssigkeit wischen. Das zweite Modell nimmt Ihnen diese Arbeit zu 100 Prozent ab und wischt für Sie. Durch die integrierte Sprühflasche ist die Reinigung in einem Zug erledigt und sie profitieren von einer sauberen, trockenen und streifenfreien Fläche. Aus diesem Grund sollten Sie sich für den komplexeren Fenstersauger entscheiden.

Beide Modelle trocknen die befeuchteten Fenster und lassen weder Schmutz noch Schlieren zurück. Beim Trocknen gelangt auch keine Flüssigkeit auf den Boden. Dies wird durch den Vorgang, dem der Fenstersauger seinen Namen zu verdanken hat, umgesetzt. Die feuchten Fenster werden mit einem Saugrohr abgesaugt und dieses befindet sich zwischen den Gummilippen. Ähnlich wie bei der manuellen Reinigung zieht die vordere Gummilippe das schmutzige Wasser von den Fenstern. Bevor das Wasser herunter laufen kann, wird das Saugrohr benutzt und dieses zieht das Wasser einfach ein. Das schmutzige Wasser landet anschließend in einem auf Fangbehälter, der sich im Fenstersauger befindet. Das Funktionsprinzip ähnelt sehr einem klassischen Staubsauger. Da das Wasser direkt in diesen Tank landet und nicht an den Scheiben herunter laufen kann, kommt es nicht zu den verhassten Schlieren. Somit ermöglicht Ihnen ein Fenstersauger eine streifenfreie Fensterreinigung.

Wann bietet sich ein Fenstersauger an?

Der Fenstersauger ist ein praktisches, handliches Akku-Fensterputzgerät und stellt eine echte Erleichterung dar. Sie können mit dem Sauger aber nicht nur die Fenster von Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung reinigen, sondern auch alle glatten Flächen, wie Glastische und Spiegel putzen. Die Anwendung ist bei diesen Flächen die gleiche wie beim Fenster putzen. Durch das praktische Absaugen können Sie das Gerät sogar zum Reinigen von nassen Fliesen oder zur Reinigung der Wände Ihrer Dusche verwenden. In diesen Bereichen sorgt der Sauger dafür, dass das überflüssige Wasser aufgenommen wird und dass die Flächen trocken und streifenfrei sind. Bleibt keine Feuchtigkeit auf Ihrer Duschwand oder auf den Fliesen zurück, dann sinkt auch das Risiko von einem möglichen Schimmelbefall im Bad. Mit einem Fenstersauger und dem passenden Zubehör, wie Teleskopstangen oder Abstandshalter, können Sie auch Wintergärten und Dachfenster reinigen.

Verwenden Sie einen Fenstersauger, dann sollten Sie immer ein fusselfreies und sauberes Tuch bereithalten. Wischen Sie mit diesem Tuch die Gummilippe Ihres Saugers ab, damit auf Ihren Fenstern auf keinen Fall Schlieren entstehen. Trocknen Sie die äußeren Ränder Ihrer Fenster zusätzlich mit einem Tuch. Dies ist bei jedem Fenstersaugermodell empfehlenswert. Die höchste Saugleistung ist in der Regel in der Mittel und diese lässt an den Rändern stark nach. Somit müssen Sie vor ein optimales Ergebnis doch ein wenig Hand anlegen.

Unbeliebt aber effektiv

Das Fensterputzen gehört vielen Studien zufolge zu den unbeliebtesten Hausarbeiten. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn das Putzen ist eine undankbare Aufgabe. Putzen Sie effektiv und achten Sie darauf, dass die Scheiben streifenfrei bleiben. Können Sie sich mit dem manuellen Fensterputzen auf keinen Fall anfreunden, dann sollten Sie stattdessen einfach einen Fenstersauger nehmen. Wenn Sie die Tipps und Trick beherzigen und die empfohlenen Hilfsmittel und Techniken verwenden, dann können Sie sich die unbeliebte Hausaufgabe so einfach als möglich machen.

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